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Germany

Available languages: English German

Basics
Germany is a member state of the European Union with 80,5 million inhabitants (2011), 77 per cent of which are living in urban or other densely populated areas. The federal republic consists of 16 states which are further divided into 402 counties and municipalities. Germany’s capital is Berlin, which is also the biggest urban agglomeration with roughly 3,5 million inhabitants. There are three more cities (Hamburg, Munich and Cologne) with a population of over 1 million and 75 cities with more than 100,000 inhabitants.

Planning
The responsibility for traffic planning in Germany is distributed among national, federal and local authorities. Planning of infrastructural projects with interregional, national and international relevance (as defined in the Federal Transport Infrastructure Plan or Bundesverkehrswegeplan BVWP, is mainly undertaken by institutions on national and federal level. But the elaboration of more comprehensive or specific mobility plans such as mandatory Public Transport Plans (Nahverkehrsplan, NVP) or informal Traffic and Transport Development Plans (Verkehrsentwicklungsplan, VEP – the equivalent to a SUMP) rests with the authorities of the federal states and even more at the local level by the respective counties and municipalities. There is currently no comprehensive approach towards sustainable mobility planning on the federal level, though a national cycling strategy and legislations on air quality exist (for an overview see here

SUMPs
There is a strong and long lasting history in traffic and transport planning. Many municipalities (of different sizes) have a valid VEP or comparable plan – often since decades and updated regularly - and established a planning process accordingly. Over time they have seen a development from infrastructure based planning to a more comprehensive view on mobility issues, and some can already be described as a SUMP. But still, a lack of key SUMP elements such as a strong political vision or changing the perspective from needs of infrastructure to mobility needs of people can be determined for many of the currently existing plans.

Legal Requirements
Currently there is no explicit legal obligation for a comprehensive urban mobility plan like a SUMP. The German VEP which comes close to a SUMP is well defined and established but nevertheless not obligatory. However, implicitly such SUMP like mobility planning is de facto needed due to certain federal national legislation: Federal funding for local transport infrastructure (the underlying law is termed GVFG - Entflechtungsgesetz) requires up to a certain degree comprehensive traffic concepts. Since this law is about to be phased out, it is currently not clear if that prerequisite will remain in any form. Furthermore, the obligatory municipal land use planning (Bauleitplanung) as well as Clean Air Plans (Luftreinhaltepläne) and Noise Reduction Plans (Lärmminderungspläne) require input on the development of mobility and traffic and what effects certain measures in the field of mobility and traffic may have on the matter in question. The federal law on municipal land use planning constitutes an obligation for comprehensive traffic planning without further defining obligations concerning content and process. On the level of the respective German federal states (Länder) the legislation on public transport requires local public transport plans (Nahverkehrspläne) which de facto also rely on input from comprehensive mobility and traffic planning.

National Guidance
Recently, the German road and transport research association (Forschungsgesellschaft für Strassen- und Verkehrswesen – FGSV) has published guidelines for the preparation, organisation and implementation of a state-of-the-art strategic mobility planning process (FGSV (2013): Hinweise zur Verkehrsentwicklungsplanung). Extensively referring to the concept of SUMP, the document aims at integrating German traditions in traffic and transport planning with the extended scope of a SUMP. The aim is to widen the scope of the existing planning tradition according to the SUMP philosophy. The guidelines are available in English language here.

Plans in Place
Many cities have been using the informal instrument of a traffic and transport development plan (VEP) or mobility plans for decades. 

National Contact Point for Germany

Deutsches Institut für Urbanistik DIFU
Wulf-Holger Arndt
Tel: + 49 39 001 252
Email: arndt@difu.de

Deutschland
Grundlagen
Deutschland ist Mitgliedsstaat der Europäischen Union und hat 80,5 Millionen Einwohner (Stand 2011), von denen 77 Prozent in städtischen oder dicht besiedelten Gebieten leben. Die Bundesrepublik besteht aus 16 Bundesländern, die wiederum in 402 Landkreise und Kommunen untergliedert sind. Berlin ist die deutsche Hauptstadt, die mit ca. 3,5 Millionen Einwohnern gleichzeitig das größte Ballungsgebiet des Landes darstellt. Drei weitere deutsche Städte haben eine Bevölkerung von mehr als einer Millionen Einwohnern. Die 100.000-Einwohner-Marke wird von 75 Städten überschritten.

Mobilitäts- und Verkehrsplanung
Die Verantwortlichkeit für die Verkehrsplanung in Deutschland ist zwischen Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene aufgeteilt. Die Planung von Infrastrukturprojekten mit interregionaler, nationaler und internationaler Relevanz (wie sie beispielsweise der Bundesverkehrswegeplan definiert) liegt  hauptsächlich in den Händen von Institutionen des Bundes oder der Länder. Die Ausarbeitung von umfassenderen oder spezifischeren Mobilitätsplänen - wie beispielsweise verbindlichen Nahverkehrsplänen (NVP) oder informellen Verkehrsentwicklungsplänen (VEP), die als äquivalent zum SUMP bezeichnet werden können - liegt wiederum in den Händen der Bundesländer bzw. der einzelnen Landkreise und Kommunen. Derzeit gibt es noch keinen übergreifenden Ansatz für nachhaltige Verkehrs- und Mobilitätsplanung auf Bundesebene. Allerdings existieren dafür auf nationaler Ebene bereits erste Ansätze, beispielsweise im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans sowie der Regelungen zur nationalen Luftreinhaltung.

Sustainable Urban Mobility Plans (SUMP)
Deutschland hat eine langjährige Tradition in der Verkehrsplanung. Viele Städte unterschiedlicher Größe haben einen Verkehrsentwicklungsplan (VEP) oder einen vergleichbaren Plan entwickelt, der in vielen Fällen bereits seit geraumer Zeit existiert und regelmäßig aktualisiert wird und der durch einen entsprechenden Planungsprozess hinterlegt ist. Mit der Zeit hat sich bei diesen Plänen eine Entwicklung von einer vornehmlich infrastrukturorientierten Planung zu einem stärker umfassenden Blick auf Mobilität vollzogen. Manche Pläne können deshalb bereits als SUMP bezeichnet werden. Dennoch fehlen oftmals einige zentrale Elemente des europäischen SUMP-Ansatzes in aktuellen Planungen, beispielsweise eine klare und verbindliche politische Vision im Bereich nachhaltige Mobilität oder ein deutlich vollzogener Perspektivwechsel von der Infrastrukturorientierung hin zu Mobilitätsbelangen der Bürger als handlungsleitendes Element.

Rechtliche Anforderungen
Momentan gibt es keine explizite Rechtsvorschrift für die Erstellung umfassender Mobilitätspläne. Der VEP, der dem SUMP relativ nahe kommt, ist ein etabliertes, jedoch kein obligatorisches Instrument. Auf der anderen Seite wird eine SUMP-ähnliche Mobilitätsplanung de facto benötigt, um spezifische nationale Rechtsvorgaben zu erfüllen. So erfordert beispielsweise die finanzielle Förderung der lokalen Verkehrsinfrastruktur nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG)/Entflechtungsgesetz zu einem gewissen Grad umfassende Verkehrskonzepte. Da dieses Gesetz in den kommenden Jahren ausläuft, ist derzeit unklar, ob es in dieser Form weitergeführt wird. Andere Bereiche, für die eine umfassende Verkehrsplanung notwendig ist, sind beispielsweise die Bauleitplanung, die Luftreinhalteplanung und die Lärmminderungsplanung. Sie erfordern Informationen über die Verkehrsentwicklung und die Auswirkungen, die bestimmte Maßnahmen im Bereich von Mobilität und Verkehr auf die jeweiligen Gegenstände und Ziele der einzelnen Bauleit-, Luftreinhalte- und Lärmminderungspläne haben. Das deutsche Bauplanungsrecht setzt zwar eine Verpflichtung für eine umfassende Verkehrsplanung fest, definiert dabei aber keine weiteren Auflagen für die exakten Inhalte oder Prozesse dieser Verkehrsplanung. Auf Ebene der jeweiligen Bundesländer erfordert die Gesetzgebung die Erstellung von Nahverkehrsplänen, die wiederum auch auf bestimmte Informationen, welche im Rahmen einer umfassenden Mobilitäts- und Verkehrsplanung erarbeitet werden müssen, angewiesen sind.

Nationale Beratung
Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) hat kürzlich aktualisierte Richtlinien für die Vorbereitung, Organisation und Umsetzung von strategischen Mobilitätsplanungsprozessen publiziert (FGSV (2013): Hinweise zur Verkehrsentwicklungsplanung). Mit weitreichenden Bezügen zum SUMP-Konzept zielt die Veröffentlichung darauf ab, die deutsche Verkehrsplanungstradition stärker mit dem erweiterten Blick des SUMP-Konzeptes zu verknüpfen und diesen stärker in der Planung zu verankern.

Existierende Pläne
Viele Städte setzen schon seit Jahren Verkehrsentwicklungspläne (VEP) oder ähnliche Mobilitätspläne um.

Nationale Kontaktstelle für Deutschland
Deutsches Institut für Urbanistik DIFU
Wulf-Holger Arndt
Tel: + 49 39 001 252
Email: arndt@difu.de

Städte
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