Highlights of the 15th ECOMM in Toulouse
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Liebe LeserInnen,

Letzen Monat versammelten sich über 300 Mobilitätsexpertinnen und -experten anläßlich der 15. Ausgabe der ECOMM in Toulouse. Geht es nach Neil Scales, dem Präsidenten von EPOMM, so mag dies die wichtigste ECOMM seit Bestehen gewesen sein, da sich a lles um die einmaligen Chancen für Mobilitätsmanagement nach der Wirtschaftskrise der letzten drei Jahre gedreht hat. In diesem e-update wird ein Überblick über die Konferenzhighlights gegeben. Alle Präsentation können von der ECOMM Website heruntergeladen werden. Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier. Wir würden uns freuen, auch Sie nächstes Jahr in Frankfurt begrüßen zu dürfen!
Save the date! 16. ECOMM in Frankfurt: 12-14 Juni 2012.

 

 

Wirtschaftskrise: eine neue Chance für Mobilitätsmanagement

Die letzten drei Jahre brachten-bedingt durch die Wirtschaftskrise- vielfach einen Rückgang der Budgets für den öffentlichen Verkehr mit sich, und dies quer durch Europa. Viele Projekte mussten verschoben oder überhaupt aufgegeben werden. Steigende Treibstoffpreise haben zu merklichen Mehrkosten für Mobilität geführt. Diese Schwierigkeiten bergen aber auch eine große Chance, um einerseits mobile Menschen und andererseits EntscheidungsträgerInnen von der Notwendigkeit und dem Nutzen ökonomischerer, effizienterer und gesünderer Verkehrsmittel zu überzeugen. Steigende Treibstoffpreise etwa haben AutolenkerInnen dazu bewegt, vermehrt Caa Pooling oder Car Sharing zu nutzen, effiziente Modi die vorher nicht berücksichtigt wurden.

Einige Präsentationen hatten Kosten und Nutzen von Mobilitätsmanagement zum Thema sowie neue Berufsbilder und Jobmöglichkeiten, die sich daraus ergeben, z. B.MobilitätsberaterInnen in Frankreich (G. Lucas und L. Verchere-Tortel, Mobilitätsberater in Brüssel und Frankreich oder Mobilitäts- bzw. Reisetrainings als neuen Arbeitsinhalt für Beschäftigte im ÖV. Bodo Schwieger und Tobias Kipp (Team Red, Deutschland) stellten einen Vergleich von Infrastruktur- und Mobilitätsmanagementkosten an. Monitoring und Evaluierung sind ausschlaggebend, um positive Effekte von Mobilitätsmanagementmaßnahmen darstellen zu können, as Dan Blanchet (iBase Systems, VK) darstellen konnte. Weitere Präsentation waren diesem Thema gewidmet, etwa die Verwendung von MaxSumo.; Echtzeitmonitoring der von ÖV Passagieren wahr genommenen Reisequalität (ENERQI Projekt); die Verbesserung städtischer nachhaltiger Verkehrpolitik durch Benchmarking und Qualitätsmanagement; die Verbesserung städtischer Mobilitätsmanagementprogramme und - last not least- die Evaluierung nationaler MM-Programme wie klima:aktiv mobil (Österreich) und effizient mobil (Deutschland).

 

 

ECOMM 2011 Fakten


Die ECOMM 2011 wurde von Tisséo veranstaltet, dem ÖV-Betreiber in und um Toulouse. Im Geiste der kombinierten Mobilität betreibt Tisséo neben dem ÖV-Netzwerk auch andere Dienste wie bedarfsgesteuerte Verkehre, Car Pooling, Car Sharing, das städtische Radverleihsystem und Mobilitätsberatung, u.a auch für Mobilitätsmanagement in Firmen. Schweden stellte heuer, nach dem Gastgeberland Frankreich, mit 40 TeilnehmerInnen die größte Delegation, gefolgt von Belgien mit 22 TeilnehmerInnen. Auch der Gewinner des ELTIS Preises kam aus Belgien: Gregory Moors von der Hauptstadtregion Brüssel wurde für das Netzwerk von MobilitätsberaterInnen der Region ausgezeichnet.

 

 

Innovation war zentral


Die diesjährige ECOMM war vor allem bezüglich der Präsentationsformate recht innovativ: nicht nur durch eine Reihe interaktiver Workshops, sondern auch mittels Feedbackmöglichkeit einer eigens eingerichteten Seite auf Twitter und einer Twtterwand, auf der alle 360 Tweets zur ECOMM 2011 eingespielt wurden. 20% der ECOMM TeilnehmerInnen (66 Personen) beteiligten sich am Twittern und erreichten ca. 4000 "Followers" in ganz Europa. Eine weiteres Erfolgsformat stellte das "Rendez-vous Toulousian" dar- wo mittels Speed Dating und Networking 19 Best Practices aus der Region um Toulouse und aus der Stadt selbst vorgestellt wurden. Die VertreterInnen der regionalen Intiativen waren jeweils 8 Minuten für Eins-zu-Eins Gespräche verfügbar, um von ihren Erfahrungen und Maßnahmen zu berichten. Tisséo hat auch einen Konferenz-Newsletter erstellt, dessen drei Ausgaben hierheruntergeladen werden können
Aber es gab auch kritische Stimmen zu einzelnen Inhalten und Formaten. Dazu können Sie eine interessante Diskussion auf allinx verfolgen.

 

 

Mehr Pecha Kucha



Nachdem dieses Format im Jahr 2010 bei der ECOMM in Graz erprobt wurde, wurde der innovativen Präsentationstechnik (genau 20 Folien zu je genau 20 Sekunden) heuer mittels dreier Pecha Kucha Workshops breiterer Raum gegeben. Die PräsentatorInnen sind gewzungen, hauptsächlich aussagekräftige Bilder zu benutzen, mit einem Minimum an Text, und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Pecha Kucha Sessions waren die meistbesuchten der diesjährigen ECOMM und die klaren Präsentationsregeln haben gezeigt, dass damit eine klarere und "konzentriertere" Informationsweitergabe erfolgt. Für die ZuhörerInnen ist diese Form der Präsentation unterhaltsamer, kurzweiliger und informativer. Fragen zu den Inhalten wurden im Anschluss in Posterpräsentation zu den Vorträgen gestellt und beantwortet.

 

 

Präsentationen


So vielfältig wie die Inhalte von Mobilitätsmanagement waren auch die Präsentationen: In der Keynote Speech zur Eröffnung wurde von Jean-François Toussaint (IMRES, Frankreich) dargestellt, wie die menschliche Spezies schön langsam an die Grenzen ihrer physischen und mentalen Kapazitäten zu stoßen beginnt, aber auch jener des demografischen Wachstums und des Energieverbrauchs. In der Podiumsdiskussion wurden von Esther Van Zeggeren (KPN Business Market, Niederlande) die Anstrengungen der Niederlande dargestellt, z. B. Teleworking und andere Formen intelligenten Arbeitens attraktiver zu machen (siehe dazu auch den e-update on the New Way of Working). Aber auch zum Thema Car Pooling bleibt manches zu sagen: André Bruns (RWTH Aachen Universität, Deutschland) sprach von der Herausforderung, 60 (!) im Wettbewerb stehende Fahrgemeinschaftsinitiativen in Deutschland unter einen Hut zu bringen. Die RWTH Aachen hat auch intensive Untersuchungen zu den Bedürfnissen der Car Polling NutzerInnen angestellt. Die Stadt Moissac in Frankreich versucht, Autostoppen ein neues Gesicht zu geben (Präsentation von A. Corbineau und A. Jean). Sharon Lewinson von RideShark Kanada erklärte, wie versucht wird, Nutzer der Website bei der Stange zu halten, in dem man durch nachhaltiges Pendeln Punkte sammeln kann, Geschenke erhält und Gewinnchancen bei einer Tombola hat.

In der abschließenden Podiumsdiskussion zu ITS und multimodaler Information im Verkehr gab David Robles Fosg, Google's Strategic Alliances Manager, dem Publikum Einsicht in die Zukunft von Mobilitätsinformationen. Ziel ist, Verkehrsinformation sichtbar zu machen, auch wenn man gar nicht direkt danach sucht, etwa wenn man auf Google- Maps ein Restaurant sucht und auch die ÖV-Verbindungen dorthin angezeigt werden, oder bei gutem Wetter das Ausleihen eines öffentlichen Fahrrades vorgeschlagen bekommt. Die Gesellschaft ist auf dem Weg zu solchen Dienstleistungen, z. B. mit Google Transit wo ÖV-Information zu rund 600 Städten angeboten werden. Im e-update von ITS , finden Sie mehr Infos zu multimodalen Verkehrsinformationen und smart ticketing.

 

 

Input von europäischer Ebene


Es gab auch wieder ein Anzahl von EU-Projekten mit MM-Bezug, die auf der ECOMM vorgestellt wurden, etwa Travel Plan Plus , SMOOTH mobility, BENEFIT, EcoMobility SHIFT, PIMMS TRANSFER, und LIFE CYCLE und ACTIVE TRAVEL NETWORK oder das ENERQI Projekt.

Neil Scales, EPOMM Präsident stellte die jüngsten Aktivitäten des EPOMM-PLUS Projekts vor, dessen Ziel es u. a. ist, möglichst viele EU-Staaten zu einem EPOMM-Beitritt zu bewegen. Ein neues Werkzeug ist z. B. die brandneue Modal Split Datenbank, in der die Verkehrsmittelwahl vieler europäischer Städte dargestellt wird und verglichen werden kann. Und Dank Ihnen, werte LeserInnen, erhalten mittlerweile über 13.000 Personen den EPOMM Newsletter e-update! Eine eigenen Präsentation stellte das EPOMM Qualitätslabelfür Trainings, Aus- und Weiterbildungen vor. Es sind dies wichtige Säulen für Mobilitätsmanagement, daher versucht EPOMM mit dem Label -mittels Mindeststandards- Aus- und Weiterbildungsangeboten eine solide Basis zu geben. Mit dem Quality Label versucht EPOMM, Mobilitätsmanagementtrainings quer durch Europa zu stärken und bestehenden Angeboten internationalen Rang zu verleihen, gedacht als Beitrag, EPOMM als die internationals Anlaufstelle für Mobilitätsmanagement zu positionieren. Weitere Infos: training@epomm.eu oder via MM Training Gruppe auf Allinx.

 

 

ECOMM 2012 in Frankfurt


Nächstes Jahr wird die ECOMM in Deutschland abgehalten. Weitere Informationen sind bereits auf www.ecomm2012.eu abrufbar. Städtebewerbungen für die Veranstaltung der ECOMM 2013 sind herzlich willkommen. Deadline ist der 31 Oktober 2011.

 

 

Die nächsten Veranstaltungen

  • EPOMM Netzwerktreffen in Zusammenarbeit mit PIMMS TRANSFER"
    4.-5. Oktober 2011 - London, VK

  • UITP - Urban Governance: Getting people on board
    5. - 7. Oktober 2011 - GÖtheborg, Schweden
    http://gothenburg.uitp-events-expo.org

  • Welche politischen Rahmenbedingungen unterstützen nachhaltige Mobilität? Welche Lösungen existieren oder werden sich auftun? Wie sollte eine effiziente urbane Mobilitätslenkung aussehen? Die UITP Konferenz sucht Antworten auf diese Fragen und stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, um Good Practices im Bereich urbaner Lenkung und nachfrageseitigen Mangements kennenzulernenen und auszutauschen. Sprecher sind u.a VertreterInnen von ÖV-Betreibern und Städten quer durch Europa wie z. B. Anneli Hulthén, Bürgermeisterin von Götheborg, Sophie Mougard, Direktorin von STIF, des ÖV-Betreibers von Paris und der Ile-de-France, und Geoff Inskip, CEO von PTEG.

  • CIVITAS Forum Konferenz
    17.-19. Oktober 2011 - Funchal, Portugal
    www.civitas.eu

Für weitere Veranstaltungen besuchen Sie bitte den EPOMM Kalender.

 

 
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