Highlights of the 16th ECOMM in Frankfurt
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Liebe Leserin, lieber Leser,

die 16. ECOMM fand in Frankfurt statt, einer der wichtigsten Drehscheiben und Wirtschaftszentren in Deutschland bzw. Mitteleuropa, wesentlich dank seiner verkehrlichen Infrastruktur und Lage. Die Veranstaltung wurde seitens der lokalen Nahverkehrsorganisation TraffiQ organisiert. Die diesjährige Konferenz hatte seinen Schwerpunkt auf die neuen Herausforderungen von Städten gelegt, wie etwa der rasanten Entwicklung der E-Mobilität, Stadterneuerung, interregionalen Kooperationen und gesellschaftlichen Veränderungen (Lebensstile, Migranten, Ältere, Sozioökonomie).
Alle Präsentationen und Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier. Wir würden uns freuen, Sie im nächsten Jahr in Gävle, Schweden, (wieder) zu sehen!

Merken Sie sich die 17. ECOMM in Gävle, Schweden, am 29.-31. Mai 2013 vor.

 

 

Beitritt Deutschlands zur EPOMM

Zu Konferenzbeginn kündigte Rainer Bomba, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung, an, dass die Bundesrepublik Deutschland der EPOMM nun offiziell in 2013 beitreten werde. In den letzten beiden Jahren war die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) EPOMM-Mitglied.
Zum Thema passend wurde einer der Workshops seitens des neuen Netzwerks Mobilitätsmanagement in Deutschland (DEPOMM e.V.) ausgerichtet, welches im Frühjahr dieses Jahres gegründet wurde. Der Workshop ging der Frage nach, wie regionalen Akteure dabei unterstützt werden können, Mobilitätsmanagement in den Kommunen zu verbreiten.

 

 

Fried eggs, scrambled eggs and donuts

Essens-Metaphern sind beliebt auf der ECOMM. So verglich Miklos Marton (REC Ungarn) die Struktur einer Stadt mit der eines Spiegeleis mit seiner klar definierten Mitte. Bei polyzentrischen Strukturen liegt dann der Vergleich zum Rührei näher. In der Eröffnungssession, verglich Lars Gemzoe (Gehl Architects) die Stadt Melbourne in den 1990er Jahren mit einem Donut: Ohne ansprechenden öffentlichen Raum für Fußgänger und Radfahrer blieb die Innenstadt im Zentrum leer. Mit der Einführung einer fußgängerfreundlicher(en) Infrastruktur stieg der entsprechende Modal-Split-Anteil um 40 % an, die dortigen Aktivitäten nahmen um 200 - 300 % zu und die Stadt wird heute als eine der lebenswertesten Städte weltweit bewertet. Da Verkehrsmodelle in der Regel auf Daten des Kfz-Verkehrs basieren, begannen Gehl Architects in den 1960er Jahren Forschungen in Kopenhagen zum Fußgängerverhalten mit der zentralen Frage: Was machen Menschen im öffentlichen Raum, und wie gut ist dieser hinsichtlich des zu Fuß Gehens zu bewerten? Später wurden diese “public life”-Studien auf andere Städte und andere Verkehrsmittel, wie das den Radverkehr, ausgeweitet. Dabei fand man heraus, dass nur 1 % der Menschen aus Umweltgründen Rad fahren, 6 % aus finanziellen Gründen, 19 % aus gesundheitlichen Gründen, aber überwältigende 61 % - weil Radfahren schnell, bequem und einfach ist!

 

 

Reimende Neuseeländer

Wie immer war das Gastgeberland am meisten repräsentiert bei der ECOMM, in Frankfurt mit 105 deutschen Teilnehmern. Die nächstgrößte Gruppe kam aus Schweden (34 Teilnehmer), wo die nächste ECOMM ausgerichtet wird. Zu den Top 5 gehörten Österreich (21 Teilnehmer), die Niederlande (19) und Belgien (18), welches kürzlich der EPOMM beitrat.

Die ECOMM zog Besucher auch aus fernen Ländern an, so aus Japan und Kamerun. Eine besondere Erwähnung verdient Prof. Harold Weiss und seine Kollegin Aimée Ward, die sich auf den langen Weg von Neuseeland machten, um eine Pecha-Kucha-Präsentation über gesundheitsbezogene Mobilitätserziehung von Heranwachsenden zu halten - in Reimform!

Haben Sie bemerkt, dass Mobilitätsmanagement als ein wichtiger Aspekt von Tourismus betrachtet wird? Minze Walvius und Tilly Broersen (Advier) beschrieben, wie sie mit einem niederländischen Konferenzzentrum zusammenarbeiteten, um Mobilitätsmanagement in das Angebot für dessen Kunden aufzunehmen.

 

 

MM-Projekte zeigen Wirkung

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Für Teilnehmer mit vielen ECOMM-Teilnahmen im Lauf der Jahre war die diesjährige Ausgabe einmal mehr der Beweis für eine wachsende Bedeutung von Evaluierung. Immer mehr Projekte stellen quantitative Ergebnisse vor und lassen andere von ihren Erfolgen und Misserfolgen lernen.

Europäische Projekte waren wie immer sehr präsent auf der ECOMM – hier einige Highlights:
  • Tom Rye (Universität Lund) und Robert Pressl (FGM-AMOR) stießen eine lebhafte Diskussion zu Akteursbefragungen an, basierend auf ihren Erfahrungen in den Projekten ACTIVE ACCESS und ACTIVE TRAVEL NETWORK.
  • Für das Projekt BAMBINI, das sich auf die Sozialisation sehr junger Kinder (bis 6 Jahre) bezieht, präsentierte Karl Reiter (FGM-AMOR) Ergebnisse, denen sich ein kreatives Brainstorming zum langfristigen, nachhaltigen Lebensstil junger Familien anschloss (Lies Lambert und Elke Bossaert, Mobiel 21).
  • Im Projekt E-Cosmos sind Gewerkschaften treibende Kraft für betriebliches Mobilitätsmanagement. Eine Studie aus Spanien zeigte, dass Investitionen in nachhaltige Mobilität einen bis zu doppelt so hohen Ertrag nach sich ziehen wie Investitionen in Automobilität.
  • Das Projekt TOGETHER ON THE MOVE entwickelt Mobilitätstrainings für Migranten, und TRANSPORT LEARNING Trainings zu nachhaltiger städtischer Verkehrspolitik für Kommunen und Energieagenturen – alle Informationen dazu gibt es in unserer neuen Trainingsdatenbank: www.epomm.eu/training.

Sarah Martens stellte die im Lauf von EPOMM-PLUS entwickelten Angebote vor, die Ergebnisse aus EU-Projekten zum Mobilitätsmanagement dokumentieren und verbreiten sollen. Pernilla Hyllenius (Trivector), Karl-Heinz Posch (EPOMM-Koordinator) und Melanie Leroy (EUROCITIES) ermöglichten einen Workshop zur bestmöglichen Nutzung von Tools aus EU-Projekten. Die Erfahrungen in EPOMM-PLUS mit der Verbreitung des MAX-Tools befeuerte die Diskussion.

 

 

And the winner is...


EPOMM-Award

Der diesjährige SYNAPTIC Award for Excellence in Seamless Mobility wurde auf der ECOMM vorgestellt. SYNAPTIC wurde im letzten Jahr als ein Verbund von vier Interreg-Projekten gegründet mit dem Ziel, Einfluss auf die EU-Politik hinsichtlich der Förderung von „seamless mobility“ (nahtlose Mobilität) zu nehmen. Zu diesem Zweck werden die herausragenden europäischen Best-practive-Projekte in diesem Bereich vorgestellt.

Der Award wird in folgenden Kategorien verliehen:
  1. Beste multimodale Tür-zu-Tür-Lösung: Angebot lokaler Verkehrsinformationen, Tipperary, Irland
  2. Beste ÖPNV-Lösung: PatenTicket: Peer-to-Peer-Marketing im ÖPNV für ältere Menschen in Köln
  3. Beste Umsetzung oder bester Entwicklungsprozess eines nachhaltigen städtischen Verkehrskonzepts: Eckpfeiler der Mobilität – Die Mobilitätsstrategie der Stadt Zürich
Am Ende der Konferenz verlieh die EPOMM den „Best International Policy Transfer Award“. Der Gewinner war das EU-Projekt Travel Plan Plus für den Transfer lokaler Verkehrskonzepte aus Netzwerken in den USA und in Großbritannien zu Partnern in Ungarn, Spanien und Schweden. Projektkoordinator Marcus Enoch veröffentlichte kürzlich ein Buch zu betrieblichen Verkehrskonzepten mit dem Titel Nachhaltiger Verkehr, Mobilitätsmanagement und Verkehrskonzepte.

 

 

ECOMM 2013 in Schweden

Nächstes Jahr findet die ECOMM in Gävle, Schweden, statt. “Smarte Mobilitätslösungen verlangen einfachen Zugang - Mobilitätsmanagement als Teil des alltäglichen Lebens” ist der Titel dieser Konferenz. Bequem und schnell unterwegs sein zu können - und zwar in einer umweltfreundlichen Weise ist ein besonderes Anliegen in Gävle, da viele Bewohner ländlicher Gegenden weite Pendelwege in die Städte unternehmen. Schauen Sie sich ein Video über Gävle und die ECOMM 2013 hier an. Mehr Information wird es später auf der EPOMM-Website geben.

Zur Ausrichtung der ECOMM 2014 können sich auch noch Städte bewerben bis zum 31. Oktober 2012.

 

 

Wichtige öffentliche Umfrage

Die europäische Generaldirektion Energie (DG Energy) startete kürzlich eine öffentliche Umfrage zur weiteren Gestaltung des Programms „Intelligent Energy Europe III“ (IEE III) innerhalb der „Horizon 2020“-Strategie. Die Möglichkeit, auf die Zukunft von IEE III Einfluss zu nehmen, wird EPOMM in Form einer offiziellen Eingabe nutzen, die Mobilitätsmanagement als einen effizienten Weg unterstreichen wird, um Energie bzw. Ressourcen zu sparen; aber auch sonst ist jedermann eingeladen, einen Beitrag zu schreiben.
Die Meinungsumfrage läuft noch bis 5. September 2012. Details werden hier veröffentlicht.

 

 

Konferenzankündigungen

 


  • CIVITAS Forum Conference
    24 - 26 September 2012 – Vitoria-Gasteiz (Spanien)
    www.civitas.eu

  • MOVE 2012 (Integration von Mobilitätslösungen & Carsharing als Zukunftsperspektive der Autoindustrie – Carsharing aus der Sicht der Autoindustrie)
    25 - 26 September 2012 – Brüssel (Belgien)
    Mehr information

  • Design e-mobility Congress
    10 September 2012 – Frankfurt am Main (Deutschland)
    Besuchen Sie den ersten Kongress zum Themenkomplex Design und E-Mobility und nehmen Sie an der Diskussion rund um diese Fragen teil.
    Mehr information

Für weiter Veranstaltungen besuchen Sie bitte den EPOMM Calendar.

 

 
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