Workplace Mobility Plans
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Liebe Leserin, Lieber Leser,

2011 durfte EPOMM mit Finnland, Norwegen und Italien drei neue Mitgliedsstaaten in seinen Reihen begrüßen. Damit zählt die Plattform im Moment 10 Mitglieder. Der vorliegende Newsleletter zeigt die aktuelle Situation von Mobilitätsmanagement (MM) in den neuen Mitgliedsstaaten auf und erklärt, warum sie Teil von EPOMM geworden sind.
Nicht ganz ohne Stolz wird auch die neue EPOMM Modal Split Datenbank europäischer Städte (TEMS) präsentiert.

Weiters wurde der Call for Papers für die ECOMM 2012 (Europäische Konferenz für Mobilitätsmanagement in Frankfurt) geöffnet -nähere Infos dazu hier.
Bis 31. Oktober 2011 können von Städten auch noch Interessensbekundungen abgegebenen werden, die ECOMM 2013 abzuhalten - näher Infos dazu hier.

 

 

Norwegen










Festplassen in Bergen: rundum neu gestaltet! (©Rune Herdlevær)

Fläche: 385,186 km²
Einwohner: 4.9 Millionen
Motorisierungsgrad: 458 Autos/1000 Einwohner
Modal split (Verkehrsmittelwahl): Auto 63% der täglichen Wege
Wie weit ist MM fortgeschritten: Level 2 (einiger Erfolg, Förderungen, mehrere initiativen gestartet)
National Focal Point (NFP): Norwegian Public Roads Administration(NPRA)

In Norwegen entsteht durch nationale Ziele bezüglich Schadstoff- und Treibhausgasemissionen einiger Druck auf den Verkehrssektor, emissionsmindernde Maßnahmen zu setzen. Road Pricing, Parkraumbewirtschaftung, Verbesserungen im Öffentlichen Verkehr (ÖV), Änderungen in der Raumplanung sowie Maßnahmen für den Rad- und Fußgängerverkehr werden die Hauptelemente der zukünftigen Verkehrspolitik darstellen. Doch der norwegische National Focal Point NPRA plädiert für ein breiteres Spektrum an Maßnahmen, das speziell auf Unternehmen und öffentliche Verwaltungen abzielt. Auch betriebliches Mobilitätsmanagement, CarSharing, Car Pooling und weitere MM-Aktivitäten für nachhaltigeren Verkehr sollen promoted werden. Ein nationales Weißbuch aus 2007 hatte wichtige Schritte hin zu einer breiten Implementierung von MM skizziert: ein nationales MM-Kompetenzzentrum, Prüfung legistischer Grundlagen für die Einführung verpflichtenden betrieblichen MMs, Prüfung von Steuervorteilen für Unternehmen bei der Umsetzung von MM-Maßnahmen. Leider konnten aber noch keine klaren Regelungen oder Resultate erzielt werden.

Mit der Hilfe von EPOMM hofft NPRA wieder mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Mobilitätsmanagement als wichtigem Teil nachhaltiger Verkehrspolitik und -praxis lenken zu können. Erste Schritte dazu sollen der Aufbau eines nationalen MM-Netzwerks sein, basierend auf den an der Europäischen Mobilitätswoche (NO) teilnehmenden Städten und auf bereits existierenden Netzwerken wie Städte der Zukunft oder dem Norwegischen Netzwerk von Fahrradstädten. NPRA wird auch noch einmal die Machbarkeit eines nationalen Kompetenzzentrums überprüfen, Änderungen in der Besteuerung und Regulierung von Firmenparkern anregen und sich für neue Fördermöglichkeiten für MM einsetzen.

Ein temporäres "Testförderprogramm" für MM in Norwegen exisitiert bereits: TRANSNOVA (2009-2011). In der zweiten Runde des Förderprogramms 2010 wurden explizit Projekte gefördert, wo Autonutzung durch umweltfreundliche Verkehsmittel substituiert wurde. Themen geförderter Projekte waren CarSharing, Carpooling, Telekonferenzen, Webcasting oder städtische Radverleihsysteme und "zu-Fuß-zur-Schule".

"Ich bin schon vor längerer Zeit auf die ausgezeichnete Arbeit von EPOMM aufmerksam geworden, die sich Unterstützung von mehr Staaten verdient, als im Moment Mitglieder bei EPOMM sind."
Bjørn Sandelien - Norwegian Public Roads Administration


Weitere Informationen zu MM in Norwegen finden Sie hier: Norwegischer Mobilitätsmanagement Monitor (MMM). Für weitere Infos zu Norwegens EPOMM-Mitgliedschaft kontaktieren Sie bitte Bjorn Sandelien, NPRA.

 

 

Finnland












The visual for the Finnish European Mobility Week (©Motiva)


Fläche: 338,000 km²
Einwohner: 5.3 Millionen
Motorisierungsgrad: 515 Autos/1000 Einwohner
Modal split: Auto 58% der täglichen Wege
Wie weit ist MM fortgeschritten: Level 2 (einiger Erfolg, Förderungen, mehrere initiativen gestartet)
NFP: Motiva Ltd.

Nach vielen Jahren erfolgreicher Arbeit im Bereich Verkehrssicherheit ist es Zeit für den Mobilitätsbereich in Finnland, auch Mobilitätsmanagement vermehrt in die Betrachtungen miteinzubeziehen. 2010 wurde die Finnische Mobilitätsagentur (Finnish Transport Agency) gegründet. Ihre Kompetenzen umfassen u.a. auch das Verbreiten von MM. Unterstützt wird die Agentur von Motiva Ltd, einer Expertenorganisation für effizienten Einsatz von Energie und Ressourcen. Motiva agiert auch als Nationaler Focal Point (NFP) für Finnland.

Mobilitätsmanagement wurde in Finnland mit Hilfe dreier gleichzeitig durchgeführter Großprojekte eingeführt. Dabei ging es um betriebliches MM, der generellen Einführung von MM und dem Transfer internationaler MM-Erfahrungen nach Finnland. Im Herbst 2010 wurden 13 -von der finnischen Mobilitätsagentur finanzierte- MM-Projekte gelauncht. Dabei wurden MM-Pläne für fünf Regionen erstellt und nachhaltige Verkehrsarten wie Radfahren, ÖV und Carpooling gefördert sowie MM für Betriebe und Schulen gefördert. Während der jährlich stattfindenden Mobilitätswoche (FI) und der "Radwoche" wird auch die breite Öffentlichkeit hinsichtlich der Wichtigkeit nachhaltigen Verkehrs sensibilisiert. Finnland hat weiters ein nationales Webportal für nachhaltige Mobilität (FI), welches aber momentan nicht regelmäßig upgedated wird.

Finnlands Teilnahme im EU-Projekt EPOMM-PLUS ermöglichte den Aufbau eines nationalen MM-Netzwerkes namens LIVE (FI) mit bereits 330 Mitgliedern. Aber es stehen noch wichtige Aufgaben an: das Monitoring bzw. die Evaluation von MM-Maßnahmen, Überzeugungsarbeit bei Stakeholdern im Mobilitätsbereich, um diese von den Vorteilen des MMs zu überzeugen sowie die Sicherung von Fördergeldern für MM in Regionen. Die EPOMM-Mitgliedschaft und der Know-How-Transfer internationaler Erfahrungen sollen hier merklichen Aufwind bringen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die skandinavischen Nachbarländer mit sehr ähnlichen Verkehrssystemen gelegt. Schweden zum Beispiel ist EPOMM-Mitglied seit 1999, in MM-Belangen recht weit fortgeschritten und hat ein gut funktionierenden nationales Netzwerk namens SWEPOMM. Finnland und Norwegen haben sehr früh das schwedische Vier Schritte Prinzip, adaptiert, eine Methode, welche MM in die Verkehrsinfrastrukturplanung integriert.

"EPOMM steckt voller positiver Energie und Ideen, um Mobilitätsmanagement als Idee weiterzubringen."
Sonja Heikkinen - Motiva


Weitere Informationen zu MM in Finnland finden Sie hier: Finnischer Mobilitätsmanagement Monitor (MMM). Für weitere Infos zu Finnlands EPOMM-Mitgliedschaft und dem nationalen Netzwerk LIVE kontaktieren Sie bitte Sonja Heikkinen von Motiva.

 

 

Italien







Dai, Muoviti! A video about urban mobility in Italy in the last 150 years.(©Euromobility) (Click the picture to watch the video)


Fläche: 301,338 km²
Einwohner: 60.3 Millionen
Motorisierungsgrad: 608 Autos/1000 Einwohner
Modal split: Auto 65% der täglichen Wege
Wie weit ist MM fortgeschritten?: Level 2 (einiger Erfolg, Förderungen, mehrere initiativen gestartet)
NFP: Euromobility

Von den drei neuen Mitgliedern hat Italien die längste MM-Tradition. Mit einem Erlass des Umweltministeriums wurde MM 1998 eingeführt, z. B. mit obligatorischen MobitlitätsmanagerInnen für Firmen mit über 300 MitarbeiterInnen an einem Standort. Ein zweiter Erlass aus dem Jahr 2000 gewährte Strukturförderungen für MM in den Bereichen Betriebe, Schulen, MM für hochfrequentierte Strukturen und MobilitätsmanagerInnen für ganze Regionen. Momentan gibt es in Italien 67 Mobilitätsbüros und 800 betriebliche Mobilitätsmanager. Mobilitätsmanagement wird in Italien also hauptsächlich standortbezogen umgesetzt. Durch Netzwerken und Know-how-Transfer in EPOMM hofft der italienische NFP Euromobility (Organisation der Mobilitätsmanager) die Definition und den Wirkungsbereich von MM ausdehnen zu können, nämlich nachhaltigen Verkehr und die Nachfrage nach individueller motorisierter Mobilität (v.a. Auto) mittels "soft measures" wie Bewusstseinsbildung, Mobilitätsausbildungen und Marketing zu steuern.

Einige italienische Städte sehen MM bereits "breiter" und setzen z. B. CarSharing, Fahrradverleihsysteme, Carpooling und Kommunikationskampagnen um. Brescia etwa hat ein Online-Shopping-Service für Unternehmen und Angestellte implementiert, weiters ein Carpooling Projekt, wo On-Board-Computer die Gebühren für die einzelnen Carpooler berechnet sowie ein "Taste the bus"-Projekt, in dem Angestellte einen Monat lang gratis die ÖV-Busse nutzen können, wenn sie im Gegenzug ihre Eindrücke in einem "Reiselog" eintragen. Viele weitere Beispiele finden Sie auf Eltis (suchen Sie nach Italy und Mobility Management).

"Wir sind sehr froh, als EPOMM-Mitglied Teil eine innovationsfreudigen Gemeinschaft zu sein, die ihren reichen Erfahrungsschatz teilen will."
Lorenzo Bertuccio - Direktor von Euromobility


Weitere Information zum aktuellen Stand des MMs in Italien finden Sie im Italienischen Mobilitätsmanagement Monitor (MMM). Weitere Infos zur italienischen EPOMM-Mitgliedschaft erhalten Sie bei Euromobility.

 

 

Vorteile der EPOMM Mitgliedschaft

EPOMM member states



EPOMM ist bestrebt, sein Netzwerk kontinuierlich auszubauen. EPOMM zielt dabei auf Staatenebene ab und ist damit einzigartig, denn andere Organisationen und Netzwerke richten sich an lokale bzw. regionale Verwaltungen oder Einzelne. Je mehr Staaten EPOMM beitreten, desto größer sind die Vorteile einer Mitgliedschaft. Hier eine kurze Auswahl:

  • Erfahrungsaustausch bezüglich MM Maßnahmen - Netzwerken zwischen Ländern;
  • Maßgeschneiderte Unterstützung für den Transfer von Best-Practice -Beispielen aus anderen Staaten oder von EU-Projekten;
  • Unterstützung zur Gründung oder Stärkung eines nationalen Netzwerks für MM;
  • Verbesserung der Wissenslage zu EU - Forschungsprogrammen und Projekten;
  • Schaffung der Möglichkeit der Teilnahme an EU-Projekten mit EPOMM als Partner (z. B. COMMERCE, SEGMENT);
  • Einfluss auf EU-Institutionen, um MM als positives Werkzeug für nachhaltigen Verkehr anzuerkennen;
  • Möglichkeit, die prestigeträchtige ECOMM abzuhalten Europäische Konferenz für Mobilitätsmanagement und eine Ermäßigung der Teilnahmegebühr für alle TeilnehmerInnen aus Ihrem Land;
  • Möglichkeit den Newsletter EPOMM e-update zu übersetzten und in Ihrem Land auszusenden.


Das sind nur einige der Gründe, warum sich bis dato 10 Staaten für eine EPOMM-Mitgliedschaft entschieden haben. Weitere Vorteile finden Sie in der EPOMM Broschüre. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte den EPOMM-Koordinator, Karl-Heinz Posch.

 

 

Epomm.eu/TEMS präsentiert Modal Split Daten europäischer Städte


EPOMM präsentiert die neue TEMS Datenbank. TEMS hat das Ziel, den Modal Split von Städten mit über 100.000 EinwohnerInnen (insgesamt über 600 in der EU) zu zeigen. Im Moment (19. 09. 2011) sind die Daten von 148 Städten online, zusammengetragen von den Projektpartnern von EPOMM-PLUS. Die Zahl der Städte wird stetig erweitert und betreffende Städte selbst sind eingeladen, ihre Daten direkt in die Datenbank zu laden. TEMS ermöglicht eine übersichtliche Suche und den Vergleich von bis zu 20 Städten. EPOMM-Mitgliedsstaaten haben die Möglichkeit, tiefgreifendere Analysen der Daten zu erhalten
Die Projektevaluierungsdatenbank MaxEva wird gerade überarbeitet, um ebenfalls in einem ähnlichen, nutzerfreundlicherem Format abrufbar zu sein. EPOMM arbeitet also mit Hochdruck an verbesserten Standards und Evaluierungstools für seine Mitglieder.

 

 

Neuigkeiten aus verwandten Projekten


Die CIVITAS Website wurde erneuert: noch mehr Information in benuzterfreundlicherem Design. Testen Sie und geben Sie ihren Kommentar ab: Feedback Formular.

 

 

Aktuelle Veranstaltungen

















  • UITP Conference
    5. - 7. Oktober 2011 - Götheborg, Schweden
    weitere Informationen

  • EUROCITIES Mobility Forum
    einschließlich Workshop des SEGMENT Projekts
    6. - 7. Oktober 2011 - Mannheim, Deutschland
    weitere Informationen

  • 5. Internationale PRESTO Fahrrad-Fachkonferenz
    12. - 13. Oktober 2011 - Bremen, Deutschland

    Die Konferenz befasst sich in Fachexkursionen und Fachvorträgen mit der Frage, wie der Fahrradverkehr in einer Fahrradhochburg noch weiter gesteigert werden kann. Das genaue Programm finden Sie hier. Anmeldungsformular hier

  • CIVITAS Forum Konferenz
    17. - 19. Oktober 2011 - Funchal, Portugal
    www.civitas.eu

  • MMove Abschlusskonferenz
    16. November 2011 - Reggio Emilia, Italien

    Das EU-Projekt MMOVE (Mobility Management Over Europe: changing mobility patterns) präsentiert die wichtigsten Ergebnisse bei dieser Abschlusskonferenz - siehe Programm.
    Die Konferenz bildet das Herzstück eines drei Tage dauernden Schwerpunkts zu nachhaltiger Mobilität in der Stadt Reggio Emilia. Weiters findet am 15. November ein Treffen des Eurotowns Netzwerkes statt (Mobility Task Team) sowie am 17. November ein Workshop zum Radfahren in urbanen Gebieten. Organisiert vom CIVINET Netzwerk Italien.
Weitere Veranstaltungen finden Sie im EPOMM Kalendar.

 

 
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