Best policy transfer
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Liebe Leserin, lieber Leser,

In diesem e-update wird ein wichtiges aber auch heikles Thema behandelt. EU-Projekte –und europäische Politik- spielen eine Schlüsselrolle in der Übertragung guter Beispiele und vorbildlicher politischer Vorgehensweisen zwischen Städten und Ländern. Das ist auch eines der wichtigsten Ziele von EPOMM.
Wenn man sich diesem Thema widmet, wird eine Tendenz deutlich, „das Rad immer wieder neu zu erfinden”. Es scheint, als würde bald jedes EU-Projekt seine eigene Methode entwickeln, um “policy transfer” voranzutreiben und annähernd jedes EU-Förderprogramm bzw. jede Plattform im Mobilitätsmanagement entwickelt selbständig eigene Werkzeuge und Methoden dazu. Dieser schiere Reichtum an Kreativität hinsichtlich unterschieldicher Methoden, Werkzeuge (”tool boxes“) und Best Practice-Datenbanken ist an sich sehr begrüßenswert, jedoch scheint die unkoordinierte Vorgehensweise reine Verschwendung zu sein.
Daher will EPOMM die Diskussion zum Thema mit einigen Maßnahmen forcieren und Angebote setzen:
  • Einrichtung einer “Best Policy Transfer”-Auszeichnung, begnnend mit der nächsten ECOMM
  • „Transfer“ als Hauptthema des nächsten Treffens der EPOMM National Focal Points (NFPs)
  • Kooperationsangebote zur Entwicklung guter Transferprozesse mit Plattformen und Programmen wie Interreg, IEE, EUROCITIES, POLIS, EUROTOWNS und UITP.
Im folgenden werden einige der bereits exisitierenden Prozesse, Werkzeuge und Datenbanken vorgestellt.

 

 

EPOMM best policy transfer - Übertragung vorbildlicher Politiken






EPOMM will den effektivsten Prozess zum Transfer erfolgreicher Maßnahmen und Politiken im Bereich MM entwickeln. Ein optimaler Transferprozess in europäischen Projekten wird meist dadurch eingeschränkt, dass die Personen, die sich austauschen, nicht jene sind, die dann vor Ort Entscheidungen treffen und Maßnahmen umsetzen. Daneben gibt es Sprachbarrieren und Terminkoordinationsschwierigkeiten, die einen reibungslosen Transfer behindern. Um hier eine Verbesserung zu erreichen, bietet EPOMM folgenden Prozess an:
  • Im ersten Schritt ist es wichtig, ein Thema zu definieren, an dem der “Importeur” wiklich interessiert ist bzw. wo es offene Fragen gibt.
  • Ein Moderator (von EPOMM) sucht einen entsprechenden “Exporteur”, der ausreichend Espertise zum Thema aufweist, um zufriedenstellendes Know-how an den “Importeur” weitergeben zu können.
  • Der nächste Schritt ist eine “Matching Session”, wo VertreterInnen des Exporteurs und VertreterInnen des oder der Importeuere/s zusammentreffen. Hier wird die Praktikabilität der Maßnahmen, Praktiken oder Politiken im Detail diskutiert. Mit dem Moderator wird ein detaillierter Aktionsplan zur Impelemntierung im „Zielland“ bzw. der “Zielregion” ausgearbeitet.
  • Nach einem Studienbesuch im “exportierenden” Land bzw. bei der exportierenden Stelle, wird der Aktionsplan überarbeitet und verfeinert. Auch relevante ExpertInnen und PolitierInnen werden involviert.
  • Alle Schritte werden gut dokumentiert, um das Thema und den Prozess für andere Player transparent und übertragbar zu machen.
Bisher wurden in EPOMM-PLUS mehrere Transferprozesse initiiert: zu Mobilitätsmanagement während Straßenbauarbeiten (Niederlande -> Schweden), zum “Health Economic Assessment Tool” (HEAT) bezogen auf zu Fuß gehen udn Radfahren (VK -> Frankreich) und zu Mobilitätsmanagement für Schulen (Belgien -> Slowenien).
Die Methodik, entwickelt im Rahmen des EPOMM-PLUS Projekts, ist in einer Testphase und wird die besten Komponenten anderer Methoden (eingie davon unten beschrieben) mit aufnehmen. Geplant ist die Etablierung eines hocheffektiven Transferwerkzeuges, das dann EPOMM-Mitgliedsstaaten (und evtl. auch EU-Projekten) zur Verfügung steht.

 

 

Transfermethoden in anderen EU-Projekten























Exkursionen, „Patenschafts“(mentoring)besuche im Projekt PIMMS TRANSFER

Die PIMMS TRANSFER Projektpartner vorwiegend aus MM-affinen Regionen (“Progression Partners“) engagieren sich mit zahlreichen Aktivitäten in Regionen, die in Sachen MM noch nicht so weit fortgeschritten sind (“Starteregionen“). Die Umsetzung von innovativen Pilotprojekten hilft auch den Progression Partners, um kritische lokale Erfolgsfaktoren eruieren und auch transferieren zu können und ebenso in der Einbundung lokaler Entscheidungsträger. Die Transferprojekte wurden einerseits im Rahmen von Exkurisonen zu den Progression Partnern umgesetzt (Berichte), andererseits bei Patenschaftsbesuchen in den Startertregionen sowie in lokalen Konferenzen.

Toolboxes („Werkzeugkoffer”) und Machbarkeitsstudien bei MMOVE und DELTA

Im Eu-Projekt MMOVE werden nach einer Exkursionsrunde zu einer Auwahl von Best Practice Beispielen nun Machbarkeitsstudien durchgeführt. Dabei wir geprüft, inwieweit die Übertragbarkeit von Best Practice-Beispielen in den jeweiligen lokalen Kontext gegeben ist. Eine ”Policy Toolbox“ soll helfen, damit Partner die für sie selbst passenden Lösungen finden.

Ähnlich gelagert, stellt das Projekt DELTA project ein Entscheidungsfindungsinstrument zur Verfügung, das Mobilitätsakteure vor Ort, die saisonal schwankende Verkerhsnachfrage haben, unterstützt, diese Nachfrage auf nachhaltige Art befriedigen zu können.

Transferebenen beim Projekt TRAVELPLAN PLUS

Das Projekt TRAVEL PLAN PLUS hat vier derartige Transferebenen identifiziert:
  • Kopieren – komplette Übernahme eines Programms bzw. eines Maßnahmenbündels;
  • Nachahmung – ein bestehendes Programm wird als Standard für die Entwicklung eigener Maßnahmen angewendet;
  • Hybridisierung und Systhese – Erarbeitung eines neuen Programms durch Kombination von Elementen bestehender Programme;
  • Inspiration – neue Ideen durch das Teilen gemeinsamer Probleme.
(Source: Local Travel Plan Networks: An Evaluation using Policy Transfer)

Bewertung des Transferpotenzials im Projekt Niches+

Bevor aber Politiken aus anderen Städten oder Regionen vor Ort umgesetzt werden können, sollte klargestellt sein, dass sich der lokale Kontext von jenem der “Exportregion” nicht zu sehr unterscheidet. Um bei dieser Bewertung zu helfen, hat das Projekt NICHES+ eine Transferabilitätsmethodik entwickelt. Diese führt Schritt für Schritt durch den Prozess, in den auch relevante ExpertInnen und Stakeholder von beiden Seiten, der „Exporteurs- und Importeurs“seite, eingebunden sein sollen. Das Tool ist sehr hilfreich, um alle relevanten Faktoren zu bedenken und bewerten, bevor es an die Umsetzung geht und dann aufkommende Herausfordungen das Projekt evtl. zu Fall bringen bzw. mit umso mehr Aufwand überwunden werden müssen. (Ein durchexeziertes Beispiel finden Sie hier.

Studienreisen-/Exkursionskataloge bei NICHES+, CIVITAS and AENEAS

Viele EU-Projekte bieten an, Projekterfahrungen und “lessons learned” weiterzugeben und zu teilen, zum Beispiel mittels Exkursionskatalogen, der jene Städte auflistet, die bereit sind, Exkurisonen zu empfangen. Beispiele dazu fidnen sich bei CIVITAS, NICHES+ und AENEAS.

Die Europäische Kommission anerkennt die Wichtigkeit von Erfahrungsaustausch und Know-how Tranfer und widmet dem Thema zentralen Raum in ihrem Action Plan on Urban Mobility (Aktionsplan zur städtischen Mobilität).

 

 

Wo beginnen mit der Suche nach vielversprechenden neuen Ideen?

















Der erste Schritt zu einem erfolgreichen Wissentransfer ist natürlich, inspierierende erfolgreiche Politiken und Praktiken von anderen zu finden. Sollten Sie über Änderungen bisheriger Praktiken nachdenken, empfehlen wir mehrere inspierierende Quellen!

EPOMM

Der monatliche Newsletter e-update hat immer ien Haupthema. Auf der EPOMM Website finden Sie alle Ausgaben des e-updates (und also eine Menge an Mobilitätsmanagementthemen) der letzten Jahre in zumindest drei Sprachen mit unzähligen informativen und hilreichen Links zum jeweiligen Thema. Siehe die news section.
Die jährliche Europäische Konferenz zu Mobilitätsmanagement (ECOMM) lädt zum Netzwerken ein mit Expertinnen aus ganz Europa und dient darüber hinaus dazu, gegenseitig von den Erfahrungen der anderen zu lernen. Die ECOMM 2012 wird in Frankfurt, Deutschland vom 12. bis 15. Juni 2012 abgehalten – siehe www.ecomm2012.eu.
Städte und andere lokale oder regionale Verwaltungen können sich an die nationalen MM-Netzwerke in 21 EU Ländern wenden, die im Rahmen von EPOMM-PLUS aufgebaut werden. Durch jährliche Netzwerkveranstaltungen werden Best Practices zwischen den Ländern weitergegeben und wichtige Player im Bereich Mobilitätsmanagement kommen miteinander in Kontakt.
Ziel ist auch eine Auflistung aller relevanten (nationalen und internationalen) MM-Veranstaltungen im EPOMM Kalender.

ELTIS

EPOMM arbeitet mit ELTIS zusammen, indem etwa der Aufbau der exzellenten ELTIS-Datenbank mit Fallbeispielen und einer Videosammlung unterstützt wird. ELTIS bietet aber auch eine umfassende Menge an weiteren nützlichen Informationen zum Thema nachhaltiger Verkehr (www.eltis.org).

ANDERE Netzwerke

Weitere Netzwerke zu nachhaltiger Mobilität umfassen u.a.:

 

 

Aktuelle Veranstaltungen

  Für weitere Veranstaltungen besuchen Sie bitte den EPOMM Kalender.

 

 
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